

Der Herbst, der schon im letzten Jahr begann
Im vergangenen Herbst hatten wir so viele Äpfel, dass irgendwann Kisten im Keller standen, Schüsseln auf der Küchenzeile und Eimer darauf warteten, dass endlich jemand Zeit für sie hatte. Aus den ersten Äpfeln, über die man sich noch richtig freut, war innerhalb weniger Wochen eine Ernte geworden, die kaum kleiner zu werden schien, egal wie viel wir davon verarbeiteten.

Mein erstes Herbstmagazin
Es gibt Ideen, die kündigen sich ordentlich an. Man denkt eine Weile über sie nach, macht vielleicht einen Plan, legt einen Zeitrahmen fest und beginnt irgendwann vernünftig mit der Arbeit.
Und dann gibt es Ideen, die an einem Gewitterabend im August auftauchen und fünf Wochen später 125 Seiten haben.
Zwischen Heu und Honig
Warum manche Dinge erst Sinn ergeben, wenn man sie selbst erlebt.
Vor ein paar Jahren habe ich Ende Juli Heu gemacht. Per Hand. Landwirte würden wahrscheinlich schmunzeln, wenn ich das so erzähle. Es war kein Heuwagen, der über eine große Wiese zog, sondern der Rasenschnitt unseres Grundstücks. Ich hatte ja keine große Wiese und vor allem keinen Heuwender. Aber ich hatte Rasenschnitt. Und er lag in der Sonne, konnte gewendet werden und durfte auf keinen Fall feucht werden.

Der Duft der Ernte
Warum mich ein warmer Wind Ende Juli jedes Jahr wieder zum Kind werden lässt.
Es gibt einen Geruch, auf den ich mich jedes Jahr freue, obwohl ich ihn nie bewusst suche. Er kommt irgendwann Ende Juli, meist dann, wenn die Tage schon fast zu heiß geworden sind und die Felder langsam ihre Farbe wechseln. Manchmal genügt eine einzige Windböe, und noch bevor ich irgendwo einen Mähdrescher sehe, weiß ich, dass die Ernte begonnen hat.

Wenn ein Spaziergang plötzlich ein anderer wird
Heute wollte ich nur einen kleinen Spaziergang machen.
Hinter unserem Hof verläuft unsere Straße. Früher war sie mal ein Feldweg, aber leider wurde sie vor 30 Jahre oder so für den öffentlichen verkehr geöffnet, seit dem ist sie recht stark befahren. Aber trotzdem gehe ich sie an Sonnatgen odeer abends sehr gern entlang. Sie führt zwischen den Feldern hindurch bis zu den alten Schlammteichen, wo ich meistens umdrehe.
Willkommen
Ich glaube an dreckige Schuhe und gute Bücher, an Dinge, die selbst gemacht werden, an Geschichten, die auch mal hundert Jahre alt sein dürfen und an die erstaunliche Menge an Merkwürdigkeiten, die man entdeckt, wenn man draußen die Augen offen hält. Fields & Fables ist all das: Natur, Literatur, Selbermachen, Jahreszeiten und ein ziemlich unerschütterlicher Hang zu allem, was ein bisschen eigenartig oder wunderschön ist.

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The Sister who ate her brothers
von Jen Campbell, illustriert von Adam de Souza
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Quote of the day
“Anyone who keeps the ability to see beauty never grows old.“

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