

Der Duft der Ernte
Warum mich ein warmer Wind Ende Juli jedes Jahr wieder zum Kind werden lässt.
Es gibt einen Geruch, auf den ich mich jedes Jahr freue, obwohl ich ihn nie bewusst suche. Er kommt irgendwann Ende Juli, meist dann, wenn die Tage schon fast zu heiß geworden sind und die Felder langsam ihre Farbe wechseln. Manchmal genügt eine einzige Windböe, und noch bevor ich irgendwo einen Mähdrescher sehe, weiß ich, dass die Ernte begonnen hat.

Der gefegte Hof
Warum mich ein Teenager mit einem Besen heute glücklicher gemacht hat, als er ahnen konnte.
Heute habe ich meinen Sohn gebeten, den Hof vor der Haustür zu fegen.
Normalerweise beginnt damit ein Ablauf, den ich inzwischen ziemlich gut kenne. Zuerst kommt ein freundliches »Ja, mache ich gleich.« Dann vergeht Zeit. Irgendwann höre ich ein »Och Mama...« oder »Warum ich?«.

Wenn ein Spaziergang plötzlich ein anderer wird
Heute wollte ich nur einen kleinen Spaziergang machen.
Hinter unserem Hof verläuft unsere Straße. Früher war sie mal ein Feldweg, aber leider wurde sie vor 30 Jahre oder so für den öffentlichen verkehr geöffnet, seit dem ist sie recht stark befahren. Aber trotzdem gehe ich sie an Sonnatgen odeer abends sehr gern entlang. Sie führt zwischen den Feldern hindurch bis zu den alten Schlammteichen, wo ich meistens umdrehe.

Bewölkte Tage
Ich habe nie verstanden, warum ein Himmel voller Wolken automatisch als schlechtes Wetter gilt.
Vielleicht liegt es daran, dass ich diesen Gedanken nie wirklich hatte. Für mich waren Wolken nie das, was zwischen mir und der Sonne stand. Schon immer liebte ich diese zerklüfteten Frühlingshimmel, bei denen die Wolken so unfassbar schöne Formen bilden: kontrastreich, wild, frei und mächtig. Wolken gehörten für mich einfach zum Himmel, so wie Bäume zum Wald. Und auch diese unspektakulären, grauen Tage ...waren für mich nie etwas, das ich bedauert hätte. Ehrlich gesagt habe ich mich über viele graue Tage genauso gefreut wie über sonnige. Manchmal sogar mehr.
Warum wir ständig glauben, dass uns noch etwas fehlt
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Versandbestätigung und musste tatsächlich überlegen, was ich eigentlich bestellt hatte.
Ich musste lachen, als mir das auffiel. Nicht einmal besonders über mich. Eher über mein Gehirn. Offenbar hatte es beschlossen, dass die Vorfreude auf dieses Paket ihren Zweck erfüllt hatte und nun etwas anderes an der Reihe war. Dabei war der Kauf noch keine zwei Tage her. Ich fragte mich, ob das schon immer so war.
Willkommen
Ich glaube an dreckige Schuhe und gute Bücher, an Dinge, die selbst gemacht werden, an Geschichten, die auch mal hundert Jahre alt sein dürfen und an die erstaunliche Menge an Merkwürdigkeiten, die man entdeckt, wenn man draußen die Augen offen hält. Fields & Fables ist all das: Natur, Literatur, Selbermachen, Jahreszeiten und ein ziemlich unerschütterlicher Hang zu allem, was ein bisschen eigenartig oder wunderschön ist.

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The Sister who ate her brothers
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Quote of the day
“Anyone who keeps the ability to see beauty never grows old.“

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